Am richtigen Ort
»Steffen Seibert war als
Botschafter in Israel ein Glücksfall.« Robert Habeck
Steffen Seibert hatte einen der sensibelsten, schwierigsten Posten der deutschen Diplomatie: Botschafter in Israel. Hier erzählt er, wie er diese Aufgabe angenommen hat, als Mensch, der sich diesem Land mit jeder Erfahrung und jeder Erschütterung tiefer verbunden fühlt. Er schreibt über Glück und Angst, über das Leben im Rhythmus der Raketenalarme und von der poetischen Kraft der Lieder Arik Einsteins. Er hat den Terror des 7. Oktober 2023 miterlebt und zwei Jahre lang die Familien deutscher Geiseln in ihren Ängsten und Hoffnungen begleitet. Er berichtet, wie er demonstrativ im Obersten Gericht Platz nahm, als dort der umstrittene Justizumbau der Regierung verhandelt wurde. Und auch, wie er mit israelischen Aktivisten in den besetzten Gebieten versuchte, palästinensische Bauern vor der Gewalt extremistischer Siedler zu schützen. Damit hat er sich nicht nur Freunde gemacht.
Doch unter den Israelis hat Seibert viele Herzen gewonnen. Und vielen Deutschen hat er gezeigt, dass historische Verantwortung keine Gedenkformel ist – sondern Haltung, die man lebt, und Begegnung, die man wagt. In diesem Buch wird beides erfahrbar.
Steffen Seibert, geboren 1960 in München, war Journalist beim ZDF, wo er als Moderator von heute und heute journal einem breiten Publikum bekannt wurde. Von 2010 bis 2021 war er Regierungssprecher unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von 2022 bis 2026 diente er als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel. Jetzt lebt er wieder in Berlin.