Andeutungstheorie und Versterbensklausel
ISBN:
978-3-428-19587-9
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
09.09.2025
Reihe:
Schriften zum Bürgerlichen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
241
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Das gemeinschaftliche Testament ist ein verbreitetes, aber fehleranfälliges Instrument des Erbrechts – besonders, wenn es ohne juristische Beratung errichtet wird. Auslegungsschwierigkeiten treten in der Praxis vor allem bei sogenannten »Versterbensklauseln« auf, die den Fall eines gleichzeitigen Versterbens der Eheleute regeln sollen. Die Frage, wie weit die Todesfälle zeitlich auseinanderfallen dürfen, um noch von einer »Gleichzeitigkeit« ausgehen zu können, steht im Spannungsverhältnis zwischen gesetzlich geforderter Formstrenge und der Ermittlung des wirklichen Erblasserwillens gemäß § 133 BGB. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Andeutungstheorie kritisch zu hinterfragen. »Gleichzeitiges Versterben« meint nicht zwingend einen Tod in gleicher Sekunde. Maßgeblich ist vielmehr, ob der länger lebende Ehegatte noch testierfähig war. Um Unsicherheiten bei der Auslegung künftig zu vermeiden, erscheint eine gesetzliche Regelung für solche Klauseln sinnvoll.
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Biografische Anmerkung
Anika Janetzki began her law studies at the Ruhr University Bochum in the summer semester of 2016, which she completed in 2021 with the First State Examination in Law. She then worked as a research assistant in the faculty's own exam preparation department at Ruhr-Universität Bochum until 2022. In 2022, she received a one-year doctoral scholarship from the law firm Loschelder Rechtsanwälte. From 2023 to 2024, she then worked as a research assistant at the same law firm. She completed her legal clerkship at the Düsseldorf Regional Court and finished it in September 2026.









