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Atlantisierung – Deatlantisierung

Vom Westen und anderen selbsternannten Erfolgsmodellen
ISBN:
978-3-89771-681-0
Verlag:
Unrast Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.10.2026
Autoren:
Format:
Softcover
Ladenpreis
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Ohne die Menschheitsgeschichte vor dem Sesshaftwerden unserer Vorfahr*innen einseitig zu romantisieren, muss dennoch festgehalten werden, dass viele strukturelle Herausforderungen – seien es soziale, ökonomische oder ökologische – die Kehrseite dessen darstellen, was oft als Zivilisation bzw. Hochkultur bezeichnet wird. Eine rund 10 000 Jahre lange Geschichte hat auch die Grundlagen für die weltweiten Entwicklungen ab der europäischen Expansion im 15. Jahrhundert gelegt. Letztere weist allerdings viele Allleinstellungsmerkmale auf: Mit ihr entstand ein auf der stetigen Ausweitung von Massenkonsum ausgelegtes Wirtschaftssystem, das ohne den transatlantischen Versklavungshandel wohl kaum hätte entstehen können und das den Rassismus als Absicherungsideologie ökonomischer Umverteilungsprozesse hervorbrachte. Mit der Industrialisierung entstand eine globale Arbeitsteilung, die über die An- bzw. Abwesenheit von Perspektiven maßgeblich mitbestimmt. Auch wenn der ›Westen‹ an globalem Einfluss verliert, haben sich insbesondere ökonomische Logiken, die dieser einst der Welt aufgezwungen hatte, vielerorts weltweit verselbstständigt. Dieses Buch fragt: Ist eine gerechtere und nachhaltigere Welt also überhaupt möglich?