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Auf Tuchfühlung

Eine Wissensgeschichte des Tastsinns
ISBN:
978-3-593-50727-9
Verlag:
Campus
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
10.07.2017
Herausgeber:
Reihe:
Schauplätze der Evidenz
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
283
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Der Tastsinn fordert Kultur- und Medientheorie heraus. Er pendelt in der Philosophie sowie in seiner wissenschaftlichen Erforschung zwischen zwei Polen: Zum einen wurde er routinemäßig erkenntnistheoretisch zugunsten der Fernsinne abgewertet. Im Tasten droht das Sinnliche die Erkenntnis zu überrumpeln, dem Subjekt nur vermischte Eindrücke zuzuspielen. Zum anderen lässt sich die Geschichte einer abendländischen "Haptometaphysik" (Jacques Derrida) nachzeichnen, in der dem Tastsinn eine privilegierte Stellung im Zugang zur Wahrheit zukommt. Die Berührung fungiert hier als letzte Instanz der Gewissheit. In wissenshistorischen, kunstwissenschaftlichen und medientheoretischen Zugängen lotet das Buch die ästhetischen und erkenntnisbezogenen Potenziale des Tastsinns aus. Zwei Bildstrecken (Markus Burgstaller und Nico J. Weber) erproben darüber hinaus, wie es um die Kontaktfreudigkeit von Bildern bestellt ist.
Biografische Anmerkung
Karin Harrasser ist Professorin für Kulturwissenschaft an der Kunstuniversität Linz.