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Beute & Gespenst

Lebenswelten im Neoliberalismus
ISBN:
978-3-86505-760-0
Verlag:
Bertz und Fischer
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.04.2021
Reihe:
Kapital & Krise
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
192
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Neoliberalismus ist weit mehr als nur eine ökonomische Ordnung, er prägt und formt alle Lebensverhältnisse und die Individuen selbst. Die Mechaniken des Neoliberalismus sind nicht die alleinigen Bauelemente unserer Wirklichkeit, sondern es sind ebenso konkrete Menschen in konkreten Situationen, und es sind Dinge, Worte und Bilder, die zwischen ihnen hin und her wechseln, die immer in das Innenleben, in Emotionen und Geist hineinwirken. Es geht darum, wie Identitäten und Lebensformen entstehen, die Ausdruck von Kapital, Produktivität und »Kreativität« sind, alle in einem einzigen Ziel vereint: dass »es« weitergeht. Die Autoren erkunden die subjektiven Faktoren: Sie erörtern die Frage, wie sich Neoliberalismus anfühlt, wie er das Sehen, Hören und Empfinden durchdringt, wie er dem Einzelnen sogar zu einer Person zu werden verspricht.
Zugleich sind die Atomisierung und virtuelle Vernetzung des Subjekts – und die Corona-Pandemie hat beide Entwicklungen noch weiter forciert – in einem absurden Grad fortgeschritten. Man lebt nicht in der Gesellschaft und in einem Staat, sondern man lebt trotz der Gesellschaft und trotz des Staates. Deswegen stellt sich zu guter Letzt die Frage: Wie kann das Subjekt überleben? Und vor allem: Wie kann es mehr als bloß überleben?