Deutsche und Juden vor 1939
ISBN:
978-3-943007-14-5
Auflage:
Taschenbuchausgabe
Verlag:
Verlag zeitgeist Print & Online
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
12.12.2016
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
640
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Die meisten Publikationen, die sich dem Schicksal der Juden in Deutschland annehmen, haben primär den Zeitraum zwischen 1939 und 1945 im Blick. Dieses Buch ist anders: Es setzt weit früher an und widmet sich vornehmlich der Frage nach der Entstehung des deutsch-jüdischen Dilemmas.
Die beiden Autoren, ein Deutscher und ein Jude, begaben sich dazu auf Spurensuche und legten frühe gemeinsame Wurzeln frei. Sie entdeckten über die Jahrhunderte viel Verbindendes, aber ebenso manches, das trennte. Alles in allem – das wird hier besonders deutlich – war es ein Weg der Symbiose, der wechselseitigen fruchtbaren Ergänzung, dokumentiert durch zahlreiche Errungenschaften und Auszeichnungen in Wissenschaft, Kunst und Politik. Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert waren Juden in Deutschland weitestgehend assimiliert; sie fühlten sich voll und ganz als Deutsche, wie vielerlei Quellen und Zeugnisse belegen. Einzigartig wird die Zusammenstellung durch zeitgeschichtliche Kommentare jüdischer Zeitungen und Zeitschriften, herausgegeben von 1850 bis zu ihrem Verbot 1938, welche im Anhang einzeln porträtiert werden.
Zugleich ist das vorliegende Werk eine Gesellschaftsstudie, die anhand historischer Entwicklungen aufzeigt, wie sich totalitäre Ideologien schleichend entfalten, warum Hass, Hetze und Radikalismus gleich welcher Couleur stets ins Verderben führen.
Die gebundene Ausgabe des vorliegenden Werkes ist u. a. im Bestand der israelischen Nationalbibliothek Yad Vashem, der Oxford University, der Pariser Sorbonne, der Library of Congress und des Holocaust Memorial Museum in Washington sowie diverser US-Hochschulen, darunter Berkeley, Harvard, Princeton und Stanford.
Schlagwörter
Antisemitismus
Karl Marx
Juden
Martin Luther
Zionismus
Euthanasie
Friedrich Nietzsche
Räterepublik
Bolschewismus
Reichspogromnacht
Israel und Palästina
Theodor Herzl
Judenemanzipation
Nürnberger Gesetze
Kurt Eisner
Olympische Spiele 1936
Karl der Große
Walther Rathenau
Dreyfus-Affäre
Arthur Koestler
Ha'avara-Abkommen
Birobidschan
Reichstagsbrand
Hofjuden
Judenzählung
Kaiser Wilhelm II.
Flüchtlingskonferenz Evian-les-Bains
Bischof von Galen
Wilhelm Reich
Ferdinand Lassalle
Biografische Anmerkung
Der aus Rumänien stammende und in Jerusalem sesshafte Historiker Reuven Moskovitz (geb. 1928) ist Holocaustüberlebender. Seine Versöhnungsarbeit zwischen Juden und Palästinensern wurde mit mehreren Friedenspreisen gewürdigt. Wolfgang Effenberger (geb. 1946) ist freier Publizist mit Schwerpunkt Geopolitik. Er lebt am Starnberger See. Mit ihrem ersten Gemeinschaftswerk möchten die beiden Autoren dazu beitragen, dass die Geschichte Europas nie wieder in repressive Gewässer mündet.









