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Clawback-Klauseln in Vorstandsverträgen

ISBN:
978-3-16-164889-2
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
10.12.2025
Reihe:
Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
372
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Christian Stemberg widmet sich dem in der Praxis weit verbreiteten Phänomen der sogenannten Clawback-Klauseln. Diese sind inzwischen ein fester Bestandteil der Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern deutscher Aktiengesellschaften. Er geht der Frage nach, weshalb sich diese Vertragsklauseln durchgesetzt haben und welchen Nutzen sie bieten können. Dazu beleuchtet er das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven - der Empirie, Rechtsvergleichung, Rechtsökonomie und Rechtsdogmatik. Nach einer rechtlichen Einordnung der Clawback-Klauseln führt der Autor eine rechtstatsächliche Untersuchung durch, in der er deren Verbreitung in börsennotierten deutschen Unternehmen analysiert. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass Clawback-Klauseln in Deutschland mittlerweile fest etabliert sind. Anschließend sucht er nach den Ursachen dieses „Clawback-Booms". Dabei vergleicht er zunächst die Entwicklung in den Vereinigten Staaten und bezieht anschließend die Erkenntnisse der Rechtsökonomie ein. Er stellt fest, dass die überwiegend in den USA durchgeführten Studien nur eingeschränkt auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind. Im weiteren Verlauf setzt sich Stemberg mit rechtlichen Bedenken hinsichtlich der Zulässigkeit und Durchsetzbarkeit von Clawback-Klauseln auseinander. Während ihre aktienrechtliche Zulässigkeit inzwischen weitgehend unstrittig ist, ergeben sich insbesondere aus dem AGB-Recht noch Fragestellungen. Abschließend schlägt der Autor mögliche Lösungsansätze vor, um diese Bedenken zu überwinden. Zudem prüft er, ob Clawback-Klauseln das Potenzial besitzen, in börsennotierten Gesellschaften eine langfristig orientierte und nachhaltige Vergütungsstruktur im Sinne des § 87 Abs. 1 AktG zu fördern.
Zur Arbeit gehört ein Online-Appendix, der abrufbar ist unter: doi.org/10.1628/978-3-16-164890-8-Appendix

Biografische Anmerkung
Geboren 1992; Studium der Rechtswissenschaft in Münster und Philadelphia; Rechtsreferendariat in Münster; Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster; Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg; 2025 Promotion; Forschungsaufenthalt an der University of Cambridge; Richter in Berlin.