Cyber(Un-)Sicherheit de lege lata et de lege ferenda
ISBN:
978-3-8005-2088-6
Auflage:
1. Aufl. 2026
Verlag:
Fachmedien Recht und Wirtschaft in Deutscher Fachverlag GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.12.2026
Reihe:
Kommunikation & Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
414
Cybersicherheit ist heute eine Frage nationaler Sicherheit. Während staatliche Institutionen lange Zeit nahezu allein für den Schutz nationaler Sicherheitsinteressen verantwortlich waren, hat der Cyberraum diese Aufgabenverteilung grundlegend verändert: Ein erheblicher Teil jener wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und infrastrukturellen Funktionen, auf denen Staat und Gesellschaft beruhen, wird durch private Unternehmen getragen.
Moderne Cyberverteidigung folgt daher einem mehrschichtigen Ansatz („layered cyber defence“), in dem staatliche Sicherheitsvorsorge und die Widerstandsfähigkeit des privaten Sektors ineinandergreifen. Unternehmen sind damit nicht nur Adressaten cybersicherheitsrechtlicher Pflichten, sondern selbst Bestandteil nationaler Cyberresilienz.
Mit dieser wachsenden sicherheitspolitischen Bedeutung verdichten sich zugleich die regulatorischen Anforderungen an den privaten Sektor. Das vorliegende Werk analysiert Cybersicherheit als rechtsgebietsübergreifende Querschnittsmaterie und systematisiert die hieraus entstehenden rechtlichen Anforderungen und Unsicherheiten, mit besonderem Augenmerk auf Ransomware-Angriffe sowie die damit verbundenen Entscheidungskonflikte. Soweit Wertungswidersprüche, Regelungslücken oder unklare Verantwortlichkeiten bestehen, entwickelt sie Reformperspektiven für einen zukunftsfähigen Rechtsrahmen. Dabei verbindet sie unternehmerische Verantwortung mit den weitergehenden Anforderungen nationaler und internationaler Sicherheit.
Biografische Anmerkung
Jaqueline Emmerich ist Juristin mit Schwerpunkt auf internationaler (Cyber-)Sicherheit und studierte International Security Studies am George C. Marshall European Center for Security Studies. Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit stehen Cyber und Cognitive Warfare sowie die völkerrechtlichen Dimensionen moderner Konfliktführung, insbesondere Fragen der Gewaltanwendung und kollektiven Verteidigung nach UN-Charta und NATO-Vertrag sowie des humanitären Völkerrechts im Kontext von Cyberoperationen und Künstlicher Intelligenz. Ihre Expertise floss zudem in rechtspolitische und gesetzgeberische Vorhaben zur nationalen Cybersicherheit auf Bundes- und Landesebene ein.