Das Herkunftslandprinzip im DSA und dessen Auswirkungen auf die Regulierung von Medienintermediären in Deutschland
ISBN:
978-3-428-19866-5
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
27.05.2026
Reihe:
Internetrecht und Digitale Gesellschaft
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
184
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Das Herkunftslandprinzip der ECRL prägt maßgeblich die europäische Regulierung von Diensten der Informationsgesellschaft. Danach richtet sich die Verantwortlichkeit von Informationsdiensten grundsätzlich allein nach dem Recht ihres Sitzlandes, also demjenigen Mitgliedstaat, in dem der Anbieter niedergelassen ist. Im DSA wird das Herkunftslandprinzip nun mit dem Marktortprinzip kombiniert.
Die Arbeit untersucht die ungeklärte materielle Reichweite des Herkunftslandprinzips in den Geltungsbereichen der ECRL und des DSA im Vergleich zur Reichweite des Sendestaatprinzips der AVMD-RL. Zudem werden die Auswirkungen des Herkunftslandprinzips im DSA auf die landesrechtliche Regulierung von Medienintermediären in Deutschland behandelt und bestehende regulatorische Spielräume im Rahmen des MStV, JMStV, JuSchG und NetzDG analysiert. Beide Fragen sind dringlich, da der DSA als unmittelbar anwendbare Verordnung gilt und Vorrang gegenüber entgegenstehendem Landesrecht in Deutschland hat.
Biografische Anmerkung
Kristin Albrecht studied law at the Free University of Berlin and, whilst completing her PhD, worked for several years as a research assistant at Freshfields in the areas of EU digital strategy, tech regulatory and dispute resolution. Her PhD thesis was supervised by Prof. Dr Hubertus Gersdorf at the University of Leipzig. Since May 2024, she has been completing her legal training at the Berlin Court of Appeals, with placements including the Federal Chancellery and at Freshfields in London.