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Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in der Corona-Pandemie

Anforderungen des Vorbehalts des Gesetzes und Bestimmtheitsgebots an Kontaktdatenverarbeitungsregelungen in Rechtsverordnungen
ISBN:
978-3-658-50961-3
Verlag:
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
07.04.2026
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
136
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71,95 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Die Corona-Pandemie führte in Deutschland zu massiven, mittelbaren Eingriffen in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung – insbesondere durch verpflichtende Kundenkontaktdatenverarbeitungsregelungen in privaten Einrichtungen durch Corona-Rechtsverordnungen. Diese Arbeit untersucht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit dieser Maßnahmen und analysiert kritisch, ob die seinerzeit geltende Rechtsgrundlage (§ 32 S. 1 i.V.m. § 28 Abs. 1 IfSG) dem Vorbehalt des Gesetzes gerecht wird sowie ob sie hinreichend bestimmt war, um die schwerwiegenden Grundrechtseingriffe über mehrere Monate zu tragen. Die Dissertation zeigt ein graduelles Muster in der gerichtlichen und literarischen Bewertung auf und kommt zu dem Ergebnis, dass die verfassungskonforme Anwendung der Generalklausel bereits nach einem halben Jahr der Pandemie ihre Grenzen erreichte.

 

Das Buch trägt zu der grundlegenden verfassungsrechtlichen Aufarbeitung der Pandemierechtsprechung bei und formuliert Anforderungen für künftige Krisensituationen: Notwendig sind schneller verfügbare, bereichsspezifische gesetzliche Grundlagen mit expliziten Datenschutzgarantien, die die Balance zwischen Infektionsschutz und Grundrechten wahren.

Biografische Anmerkung

Johanna Sophie Materne hat am Lehrstuhl für Öffentliches Recht von Herrn Prof. Dr. Michael an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gearbeitet.