Der gewöhnliche Aufenthalt des Erblassers
ISBN:
978-3-428-19918-1
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.10.2026
Reihe:
Schriften zum Internationalen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
230
In grenzüberschreitenden Erbfällen bestimmt sich seit Inkrafttreten von Art. 21 Abs. 1 EuErb-VO das anwendbare Erbrecht nach dem gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers, womit der gewöhnliche Aufenthalt die bis dahin in Deutschland geltende Anknüpfung an die Staatsangehörigkeit als Kollisionsnorm ablöste. War die Staatsangehörigkeit des Erblassers noch ein formales, leicht subsumierbares Kriterium, ist der Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts sehr unbestimmt und auslegungsbedürftig. Vor diesem Hintergrund beleuchtet Elias Feige die dogmatischen Grundlagen des Aufenthaltsbegriffes in der EuErb-VO und zeichnet die Grenzen der Anknüpfung an den gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers nach. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Probleme bei der Bestimmung des anwendbaren Rechts nicht auf Tatbestandsebene durch ergebnisorientierte Ausdehnung des Begriffes »gewöhnlicher Aufenthalt« gelöst werden sollten, sondern durch eine schonende Korrektur auf Rechtsfolgenseite.
Biografische Anmerkung
Elias Feige studied law in Munich, Rome, and Berlin from 2016 to 2022; research assistant at the chair of Civil Law and Civil Procedure Law at the University of Leipzig (Professor Dr. Florian Loyal) from 2022 to 2025; legal clerk at the Leipzig Regional Court from 2024 to 2026.