Der neue Drohnenkrieg
Keine Waffe hat den Krieg der Gegenwart so radikal verändert wie die Drohne. Mit Drohnen für wenige Hundert Euro lässt sich millionenteures Kriegsgerät zerstören – die alten Hierarchien der Kriegsführung sind aufgehoben. Yelizaveta Landenberger beschreibt die neue Realität der ukrainischen Front, die nun aus einer 30 Kilometer breiten »Kill Zone« besteht, in der Soldaten und Zivilisten gleichermaßen zu Gejagten werden. Sie reist in die Ukraine, interviewt Überlebende von »Human Safaris«, spricht mit Drohnenpiloten über ihr Leben im Untergrund und baut bei einem Workshop in Berlin selbst eine Quadrocopter-Drohne. Von den ersten Schießattrappen des Zweiten Weltkriegs über die Kampfdrohnen im US-amerikanischen »Krieg gegen den Terror« bis zu Glasfaserkabeldrohnen und KI-Schwärmen zeichnet sie die rasante Evolution einer Technologie nach, die längst auch die zivile Welt erobert hat.
Der neue Drohnenkrieg verbindet packende Reportage mit philosophischer Reflexion und fragt: Was macht das ferngesteuerte Töten mit uns? Und werden Drohnen – wie einst die Atombombe – die Weltordnung für immer verändern? Ein eindringliches Buch, das vor der unkontrollierten Automatisierung des Krieges warnt.