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Der personalisiert angebahnte (unerwünschte) Vertrag

Zivilrechtliche Grenzen von Data Driven Exploitative Advertising
ISBN:
978-3-16-200918-0
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
30.06.2026
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Recht der Digitalisierung
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
402
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Unternehmen kombinieren datenbasierte Werbestrategien im digitalen Raum zunehmend mit verhaltensökonomischen Methoden, um Entscheidungsprozesse von Nutzern gezielt zu beeinflussen. Kolja Kaden untersucht, in welchen Fallkonstellationen derartige Strategien Nutzer zu unerwünschten Vertragsschlüssen bewegen und ihre Privatautonomie unzulässig beeinträchtigen können.
Im Zentrum steht die Frage nach der Leistungsfähigkeit des geltenden Zivilrechts im Hinblick auf den Schutz vor manipulativen Praktiken bei der personalisierten Vertragsanbahnung. Neben den Strukturen des Vertragsrechts werden auch relevante Bezüge zum Datenschutzrecht, zur Plattformregulierung, zum Lauterkeitsrecht und zum Recht der Künstlichen Intelligenz hergestellt. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der gegenwärtige zivilrechtliche Rahmen nur eingeschränkt spezifische Grenzen zur Wahrung der Privatautonomie setzt. Er spricht sich aber nicht für neue gesetzliche Regelungen, sondern für eine dogmatische Fortbildung bestehender Institute aus.

Biografische Anmerkung
Geboren 1998; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg und der Universita Cattolica Sacro Cuore Mailand; 2022 Erstes Juristisches Staatsexamen; 2025 Promotion; Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht Karlsruhe.