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Der politische Streik im deutschen Arbeitskampfrecht

Dogmatische Entwicklungslinien von 1869 bis in die 1980er Jahre
ISBN:
978-3-428-19829-0
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
19.08.2026
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
409
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Der politische Streik, der nicht ein bestimmtes Handeln oder Unterlassen des bestreikten Arbeitgebers, sondern eines staatlichen Entscheidungsträgers zum Ziel hat, wird in der heutigen arbeitsrechtlichen Rechtsprechung und Literatur ganz überwiegend als rechtswidrig betrachtet. Arbeitskampfrechtliches Hauptargument gegen seine Zulässigkeit ist der Verstoß gegen den Grundsatz der Tarifbezogenheit des Arbeitskampfes. Ausgehend von der erstmaligen Gewährleistung der Koalitions- und Streikfreiheit in der Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes von 1869, untersucht die Arbeit aus rechtshistorischer Perspektive die dogmatischen Ursprünge der herrschenden Annahme der Unzulässigkeit des politischen Streiks sowie der Tarifbezogenheit des Arbeitskampfes. Zugleich wird beleuchtet, welche Gegenmodelle zum herrschenden Arbeitskampfsystem in der Vergangenheit vertreten wurden.
Biografische Anmerkung
Amelie Weiser studied law at the University of Freiburg and at Trinity College Dublin. In 2020, she passed the First State Examination in Law (Baden-Württemberg). During her doctoral studies, she was a research assistant at the Institute for Labour Law at the University of Freiburg under Prof. Dr. Sebastian Krebber, LL.M (Georgetown). Since April 2025, she has been undertaking her legal traineeship at the Higher Regional Court of Karlsruhe.