Der Schutz vor intersektioneller Diskriminierung im Arbeitsrecht
ISBN:
978-3-16-200501-4
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
31.08.2026
Reihe:
Diversität und Gleichheit im Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
406
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Das deutsche Antidiskriminierungsrecht weist infolge seiner an einem eindimensionalen Analyseparadigma ausgerichteten Benachteiligungsprüfung strukturelle Defizite bei der Erfassung mehrdimensionaler Benachteiligungskonstellationen auf. Während das europäische und das US-amerikanische Antidiskriminierungsrecht trotz unterschiedlicher rechtshistorischer Entwicklungen vergleichbare kategorial orientierte und enumerativ ausgestaltete Normstrukturen aufweisen, haben sich in der US-amerikanischen Rechtsordnung bereits differenziertere Ansätze zum Umgang mit intersektioneller Diskriminierung entwickelt. Vor diesem Hintergrund untersucht Anna-Katharina Klus die dogmatischen Voraussetzungen einer Anerkennung intersektioneller Diskriminierung im deutschen und europäischen Antidiskriminierungsrecht. Unter Rückgriff auf die in der US-amerikanischen Rechtsordnung entwickelten Ansätze zeigt die Autorin, dass intersektionelle Diskriminierung als autonome Form mehrdimensionaler Benachteiligung insbesondere über § 4 AGG systemkonform anerkannt werden kann.
Biografische Anmerkung
Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum; Erste Juristische Staatsprüfung am Oberlandesgericht Hamm; Wissenschaftliche Mitarbeit am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der Ruhr-Universität Bochum; Master of Laws (LL.M.) an der Cornell University, Ithaca, New York; 2025 Promotion an der Ruhr-Universität Bochum; Rechtsreferendariat im OLG-Bezirk Düsseldorf.