Der Vertragsabschlussschaden
ISBN:
978-3-8005-2102-9
Auflage:
1. Auflage 2026
Verlag:
Fachmedien Recht und Wirtschaft in Deutscher Fachverlag GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
15.12.2026
Reihe:
Betriebs-Berater Schriftenreihe/ Wirtschaftsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
250
Der sogenannte Dieselskandal hat eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung dem Schadensrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs zukommt. Zu nahezu jeder schadensrechtlichen Frage gibt es inzwischen zahlreiche Beiträge und Entscheidungen. Eine Grundsatzfrage ist jedoch bislang weitgehend offengeblieben: Unter welchen Voraussetzungen kann bereits ein wirksam geschlossener Vertrag einen Schaden im Sinne der §§ 249 ff. BGB darstellen, so dass im Wege der Naturalrestitution eine schadensersatzrechtliche Befreiung von der vertraglichen Bindung in Betracht kommt, obwohl sich keine rechnerische Vermögenseinbuße feststellen lässt? Die Frage reicht weit über die Dieselfälle hinaus. Sie betrifft insbesondere die Haftung für fehlerhafte Beratung, die culpa in contrahendo und deliktische Ansprüche.
Das Werk geht der dogmenhistorischen Herkunft des Vertragsabschlussschadens nach und ordnet ihn in das System der §§ 249 ff. BGB ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rechtsprechung des BGH und des EuGH zum Dieselskandal und deren Folgen für diese Schadenskategorie. Die Untersuchung zeigt, dass sich der Vertragsabschlussschaden den herkömmlichen Schadensbegriffen entzieht. Sie entwickelt klare Voraussetzungen für seine Ersatzfähigkeit. Zudem legt sie dar, welche Folgerungen sich hieraus für den Interessenersatz, die Vorteilsausgleichung, die Kausalität, die Zurechnung und die Beweislast ergeben.
Biografische Anmerkung
Alicia Ketterle studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und erwarb anschließend einen LL.M. am King's College London. Nach dem Referendariat in Frankfurt am Main trat sie als Rechtsanwältin in eine internationale Wirtschaftskanzlei ein.