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Deutsche Erbengemeinschaft und italienische comunione ereditaria

Eine historisch-vergleichende Untersuchung
ISBN:
978-3-16-200238-9
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
21.07.2026
Autoren:
Reihe:
Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
500
Ladenpreis
112,10 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Wird ein Verstorbener von mehreren Personen beerbt, hat das Recht eine Vielzahl bedeutender Fragen zu beantworten: Wer darf das Vermögen des Verstorbenen in welchem Umfang verwalten, in Besitz nehmen und für sich nutzbar machen? Wer haftet in welcher Höhe für die vom Erblasser hinterlassenen Verbindlichkeiten und an wen müssen die Gläubiger des Erblassers sich wenden? Da das materielle Erbrecht bislang von grundlegender Vereinheitlichung verschont geblieben ist, beantworten die europäischen Staaten diese Fragen unterschiedlich. Die deutsche Erbengemeinschaft ist im Wesentlichen aus jener des preußischen Landrechts entwickelt worden. Sie präsentiert sich heute als Gesamthandsgemeinschaft, in der die Miterben bis zur Nachlassteilung grundsätzlich als Kollektiv behandelt werden. Der italienische Codice civile des 19. Jahrhunderts geht zwar auf den Code Napoléon zurück, hat jedoch auch bedeutende Einflüsse aus dem österreichischen Recht erfahren und wurde im Jahre 1942 neu aufgelegt. Heute stellt sich die comunione ereditaria als Hybridform dar, in der die Rechtsmacht des einzelnen Erben nach wie vor weiter reicht als hierzulande, sich aber auch seine Verantwortung für die Nachlassverbindlichkeiten verstärkt hat. Kira Behre geht einerseits der Frage nach, welche historischen Veranlagungen der Erbengemeinschaft des BGB und jener des italienischen Codice civile ihre heutigen Formen gegeben haben und beleuchtet andererseits das derzeit geltende deutsche und italienische Erbenmehrheitsrecht im funktionalen Vergleich.
Die Arbeit wurde mit dem Carl-von-Rotteck-Promotionspreis 2025 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i.Br. ausgezeichnet.

Biografische Anmerkung
Geboren 1990; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und der Università degli Studi Firenze (Italien); 2015 Erstes Juristisches Staatsexamen; Rechtsreferendariat in Freiburg, Frankfurt a.M. und Budapest; 2018 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2025 Promotion (Freiburg i.Br.); Assessorin in einem Notariat in Freiburg i. Br.