Dialektik der Würde
ISBN:
978-3-428-19667-8
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
07.01.2026
Reihe:
Schriften zur Rechtstheorie
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
385
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Die Würde gilt als der höchste Wert, nach dem sich die Ordnung des Zusammenlebens auszurichten hat. Wie Freiheit geordnet wird, hängt also davon ab, was man unter Würde versteht. Mit Kant hat sich in der modernen Gesellschaft ein autonomiegestütztes Würdeverständnis etabliert. Um die ökologischen und sozialen Defizite des daraus folgenden formalen und individualistischen Freiheitsbegriffs zu korrigieren, wird hier ein vulnerabilitätstheoretisches Verständnis als Grundlage für eine ökologisch-soziale Freiheitsordnung entwickelt. Der Mensch besitzt demnach Würde, nicht, weil er als Vernunftwesen autonomiefähig, sondern weil er als Naturwesen samt seiner Freiheit vulnerabel ist und vom objektiven Gewissen als solches Subjekt anerkannt wird. Das Gewissen ist also der Grund der Würde, nicht die Autonomie. Der dialektische Freiheitsfortschritt wird anstatt in der Selbstermächtigung des Menschen in der gewissensgeleiteten, empathischen Selbstbeschränkung gegenüber der leidenden Natur gesehen.
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Biografische Anmerkung
Isa Bilgen studied law at the University of Göttingen in 2017. This was followed by his legal clerkship at the Higher Regional Court of Braunschweig until 2019, which included a placement in the Scientific Services of the German Bundestag in the field of constitutional and administrative law. After working at a law firm in Berlin, he has been a research assistant since 2020 at the University of Potsdam at the Chair of Public Law (Prof. Dr. Schmidt). After obtaining his doctorate in Göttingen in 2024 with a dissertation in legal philosophy titled »Dialectic of Dignity«, he is currently working on his postdoctoral thesis in Potsdam, focusing on aspects of sustainability in social law.









