Die Abgelehnten
Es wird in Deutschland immer mehr alte Menschen geben, während die Zahl der Erwerbstätigen, die die Renten finanzieren, sinkt. Das Rentenmodell wankt. In der Auseinandersetzung mit den jüngeren Generationen geraten die Babyboomer ins Blickfeld, wobei es schnell heißt: Die Alten kosten zu viel, sie verbrauchen zu viel, sie haben das Klima zerstört! Haben sie überhaupt noch einen Platz in der Gesellschaft? Reimer Gronemeyer seziert ein oft ignoriertes Phänomen und zeigt, dass wir es uns schlicht nicht leisten können, ältere Menschen abzulehnen und damit aufs gesellschaftliche Abstellgleis zu verbannen. Denn die Erfahrungen der älteren Menschen sind heute wichtiger als jemals zuvor.
Reimer Gronemeyer war als promovierter Theologe zunächst Pfarrer in Hamburg, bevor er sich der Soziologie zuwandte. 1975 übernahm er eine Professur für Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Publikationsliste umfasst u. a. »Das 4. Lebensalter« und »Demenz«. Er beschäftigt sich mit der alternden Gesellschaft mit besonderem Augenmerk auf Altersdiskriminierung und Demenz. Gronemeyer ist ein viel gefragter Redner auf Tagungen und Kongressen.