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Die Araber und der Holocaust

Der arabisch-israelische Krieg der Geschichtsschreibungen
ISBN:
978-3-89401-758-3
Auflage:
1., Auflage
Verlag:
Edition Nautilus GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
09.05.2012
Autoren:
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
368
Ladenpreis
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Es gibt kaum ein explosiveres Thema als 'Die Araber und der Holocaust' – das Terrain ist vermint, voller Vorwürfe und Gegenvorwürfe: Die einen werden beschuldigt, den Holocaust zu verleugnen; den anderen wird vorgeworfen, die eigene Tragödie auszubeuten und die der Gegenseite zu ignorieren. In seiner wegweisenden Untersuchung hat der Politikwissenschaftler Gilbert Achcar das Geflecht der unvereinbar scheinenden Narrative und ihre Rolle im Nahost-Konflikt untersucht. Er analysiert die verschiedenen arabischen Reaktionen auf den Nationalsozialismus, von den ersten drohenden Vorzeichen des Völkermords an den Juden über die Gründung Israels und die von Massenvertreibungen begleitete Zerstörung des historischen Palästina bis zur Gegenwart, und stellt sie in ihren jeweiligen historischen und politischen Kontext. Er kritisiert jede Geschichtsschreibung und politische Propaganda, die durch Antisemitismus und Holocaust-Leugnung motiviert sind. Berechtigte Kritik, darauf besteht Achcar, muss einhergehen mit ehrlicher Selbstkritik. Achcars Buch wirkt befreiend, weil es Möglichkeiten der Verständigung eröffnet, die seit Jahren durch einen erbitterten internationalen Propagandakrieg verschüttet werden.
Biografische Anmerkung
Gilbert Achcar ist Professor für Entwicklungspolitik und Internationale Beziehungen an der Universität London. Er hat Philosophie und Sozialwissenschaften in Beirut und Paris studiert. 2003– 2007 war er Forschungsbeauftragter am Centre Marc Bloch in Berlin. Achcar publiziert über Internationale Beziehungen, besonders in Nahost und Nordafrika. Bei Nautilus erschien zuletzt ›Der 33-Tage-Krieg. Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon und seine Folgen‹ (2007).