Die Bindung der Wahlberechtigung an den Wohnsitz im Inland.
ISBN:
978-3-428-18149-0
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
28.07.2021
Reihe:
Schriften zum Öffentlichen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
414
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Das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag knüpft neben dem Wahlalter traditionell an die Staatsangehörigkeit und die Ansässigkeit im Bundesgebiet am Wahltag. Gerade letzteres ist vor dem Grundgesetz rechtfertigungsbedürftig. Der Autor identifiziert die historischen Implikationen und setzt sich kritisch mit den in Rechtsprechung und Literatur formulierten Rechtfertigungen auseinander. Keiner der Ansätze überzeugt. Dem egalitären Teilhabeverständnis des Grundgesetzes entsprechend ist vielmehr jeder Staatsbürger prinzipiell auch Wahlbürger, unabhängig vom Ort seines Wohnsitzes bzw. gewöhnlichen Aufenthalts am Wahltag. Jede darüberhinausgehende Anforderung an den Wähler, insbesondere die Forderung nach einem qualifizierten Mindestmaß an politischer Vertrautheit als Wahlzugangsvoraussetzung, widerspricht diesem Verständnis und nimmt zumindest Anleihen an überkommene Wahlrechtsvorstellungen vorausgegangener Epochen, die vor dem Grundgesetz keinen Bestand mehr haben können.
Biografische Anmerkung
Friedemann Larsen, 2002-2005 Studies (Public Administration) at University of Applied Sciences in Gotha (Thuringia); 2005 Diploma in Administration; 2005-2010 Legal Studies at University of Jena, 2010 First State Examination (Law); 2010-2012 Legal clerkship at the District Court of Mühlhausen (Thuringia) and the German University for Administration Science in Speyer; 2012 Second State Examination (Law); 2012-2017 Research Assistant and Doctoral Candidate at the Institute for Public Law in Marburg (Prof. Dr. Dr.h.c. H.-D. Horn); 2017-2018 Legal Advisor at the Legal Service Department of the Thuringian Parlament; since 2019 Higher Civil Servant at the Federal State of Baden-Württemberg









