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Die Geltung des Anfechtungsmodells für Vereinsbeschlüsse

ISBN:
978-3-428-19845-0
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
14.07.2026
Reihe:
Schriften zum Bürgerlichen Recht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
276
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Die herrschende Meinung wendet auf Vereinsbeschlüsse das Feststellungsmodell an. Danach sind Beschlüsse, welche gegen das Gesetz oder die Satzung verstoßen, ›ex lege‹ nichtig, was mittels allgemeiner Feststellungsklage geltend gemacht werden kann. Dem tritt die Arbeit entgegen und plädiert ›de lege lata‹ für die Geltung des Anfechtungsmodells, in dem fehlerhafte Beschlüsse im Grundsatz nur anfechtbar sind und in Bestandskraft erwachsen, wenn sie nicht rechtzeitig angefochten werden. Dieses Ergebnis stützt die Arbeit auf eine Gesamtanalogie zu den für die AG, die eG und die Personenhandelsgesellschaften geltenden beschlussmängelrechtlichen Regelungen. Hinsichtlich der Ausgestaltung des Anfechtungsmodells analysiert sie für die verschiedenen Regelungsfragen im Einzelnen, welche der zur Verfügung stehenden Analogiegrundlagen am besten zur Interessenlage im Verein passt. Abschließend macht sie einen Vorschlag, wie der Gesetzgeber die Geltung des Anfechtungsmodells klarstellend normieren könnte.
Biografische Anmerkung
Rasmus Christiansen studied law and International Legal Studies at Friedrich Schiller University Jena and at Trinity College Dublin. He subsequently worked as a research assistant at an international law firm and at the Chair of Civil Law, Corporate Law, Banking and Capital Markets Law at the University of Münster, where he was awarded his doctorate in January 2026. He is currently completing his legal clerkship in the district of the Higher Regional Court (OLG) Hamm. His placements include a law firm specializing in international arbitration, the European External Action Service and the German Federal Constitutional Court.