Die kalte Wut
ISBN:
978-3-9631737-5-2
Verlag:
Büchner-Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
20.03.2024
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
384
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Die Rede vom »Ressentiment« ist im heutigen Gesellschaftsfeuilleton inflationär. Auch Politologie, Literatur- und Kulturwissenschaft nutzen den Begriff gern. Oft ist von Ressentiment die Rede, wo es schlicht Neid, Hass oder Groll heißen könnte. Hat der Begriff mehr zu bieten als das Renommee eines Fremdworts? Ist Ressentiment gar eine kulturelle Schlüsselstimmung, die erschreckende Einsichten über uns bereithält? Jürgen Große stellt sich diesen Fragen auf unkonventionelle Weise. Er forscht der Geschichte des Ressentimentbegriffs nach, aber auch den Bedürfnissen, die dieser bis heute befriedigt. Die Studie ist systematisch und historisch angelegt. Der erste Teil diskutiert die Theorien einiger Ressentiment-Klassiker. Der zweite Teil erkundet die Funktion des Ressentimentgedankens von der frühneuzeitlichen Moralistik bis zur bundesdeutschen Gegenwart. »Ressentiment«, so wird dabei immer klarer, steht für das paradoxe Versprechen einer mehrheitsfähigen, sozial friedfertigen Bürgerlichkeit.
Schlagwörter
Feminismus
Identitätspolitik
Political Correctness
Max Weber
Simone de Beauvoir
Friedrich Nietzsche
Ressentiment
Bürgerliche Gesellschaft
Sozialneid
Abstiegsangst
Mentalitätsgeschichte
Emotionstheorie
Ludwig Klages
Modernisierungsverlierer
Kulturlinke
Provinzialismus
Gefühlspolitik
Bobos
Reaktionäres Denken
Gleichheitsideen
Michel de Montaigne
Nachbürgerlichkeit
Emil Cioran
Max Scheler









