Facebook Pixel

Die Mitte in der Krise

Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland
ISBN:
978-3-86674-172-0
Auflage:
1., Auflage
Verlag:
zu Klampen Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
22.08.2012
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
176
Ladenpreis
24,70 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Diese Studie untersucht die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen im Zeitverlauf der Jahre 2002 bis 2010 und bettet die Analyse in den aktuellen gesellschaftspolitischen Zusammenhang der Finanz- und Wirtschaftskrise ein. Mit Blick auf die ökonomische »Mitte« der Gesellschaft wird der Frage nachgegangen, ob es einen Zusammenhang zwischen Ökonomie und rechtsextremen Einstellungen gibt bzw. ob und wie sich die ökonomische Krise auch in einer politischen Krise auswirkt. Die Studie verzeichnet eine signifikante Zunahme antidemokratischer und rassistischer Einstellungen. Insbesondere chauvinistische und fremdenfeindliche Einstellungen nehmen dramatisch zu und dokumentieren krisenbedingte Mechanismen der Abwertung gegenüber »Fremden«. Parallel dazu nimmt die Zustimmung zur Demokratie deutlich ab. Mehr als 90 % der Bevölkerung halten es für sinnlos, sich politisch zu engagieren, und glauben nicht, Einfluss auf die Regierung nehmen zu können. Die mit der Wirtschafts- und Finanzkrise einhergehenden gestiegenen Zustimmungswerte zu rechtsextremen Aussagen deuten darauf hin, dass die Unterstützung der Demokratie im Falle einer (wahrgenommenen) Bedrohung des wirtschaftlichen Wohlstands gefährdet ist. Der Wohlstand bringende Kapitalismus scheint als Garant für das demokratische System zu fungieren, der Stolz auf den »Wirtschaftsstandort Deutschland« ersetzt als »narzisstische Plombe« das Bedürfnis der Deutschen nach Zu- bzw. Unterordnung unter eine Autorität. Wird das Wohlstandsversprechen der Ökonomie nicht eingelöst, droht das demokratische Fundament zu wackeln.