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Die Rolle des Privatrechts als Regulierungsinstrument im sekundären Unionskapitalmarktrecht

ISBN:
978-3-658-52573-6
Verlag:
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
21.07.2026
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
595
Ladenpreis
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Laura Moench untersucht in diesem Buch die Rolle des Privatrechts als Regulierungsinstrument im sekundären Unionskapitalmarktrecht rechtsaktübergreifend. Im Zentrum steht die Frage, in welchem Umfang und mit welcher Zielsetzung der Unionsgesetzgeber Privatrecht zur Verhaltenssteuerung von Kapitalmarktteilnehmern einsetzt. Die Untersuchung zeigt, dass sich privatrechtliche Vorgaben nicht nur ausdrücklich, sondern auch indirekt durch die Auslegung von Sekundärrechtsakten ergeben können. Besondere Bedeutung kommt dabei dem effet utile als Auslegungstopos sowie dessen Konkretisierungen durch den Unionsgesetzgeber zu.

Anhand der Prospekt-, der Marktmissbrauchs- und der Ratingverordnung untersucht Laura Moench die unterschiedlichen Erscheinungsformen privatrechtlicher Regulierung. Die Untersuchung zeigt ein differenziertes Bild: Während die Prospektverordnung die Mitgliedstaaten zur Einführung privatrechtlicher Haftungsansprüche verpflichtet und teilweise deren Ausgestaltung vorgibt, ergibt sich aus der Marktmissbrauchsverordnung keine Pflicht zur Einführung privatrechtlicher Haftungsansprüche für Verstöße gegen die Insiderverbote und das Marktmanipulationsverbot. In der Ratingverordnung ist demgegenüber ein eigenständiger unionsrechtlicher Haftungstatbestand mit besonderer Regelungsstruktur vorgesehen. Mit ihrer unionsrechtlichen Perspektive leistet die Arbeit einen grundlegenden Beitrag zum Verständnis der Rolle des Privatrechts als Regulierungsinstrument im europäischen Kapitalmarktrecht.

Biografische Anmerkung

Laura Moench ist Rechtsanwältin im Bereich Gesellschaftsrecht bei einer führenden international tätigen Wirtschaftskanzlei in Stuttgart. Sie studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Lausanne und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht an der Universität Heidelberg.