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Die schuldangemessene Bewertung von Ehrenmorden im deutschen Strafrecht

Differenzierte Schuldmerkmale auf Tatbestandsebene bei sonstigen niedrigen Beweggruenden
ISBN:
978-3-631-63048-8
Verlag:
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.09.2011
Reihe:
Schriften zum Strafrecht und Strafprozeßrecht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
240
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Das Motiv, durch eine Tötung die Familienehre zu verteidigen, ist das bestimmende Merkmal eines Ehrenmordes. Ist dieses Motiv ein niedriger Beweggrund im Sinne des § 211 StGB – die Tat mithin ein Mord? Der Ehrenmord ist eine besondere Herausforderung für die Reaktion des Rechtstaats. Auf der einen Seite stehen die fundamentalen Werte einer an der Menschenwürde und den Menschenrechten ausgerichteten Ordnung sowie das Bedürfnis, die Geltung dieser Werte und Normen zu verteidigen. Auf der anderen Seite steht der individuelle Anspruch auf eine gerechte, schuldangemessene Strafe – ein Anspruch, der gleichfalls Ausdruck der Menschenwürde ist. Dieses Buch bestimmt die strafrechtliche Schuld als den zentralen Gesichtspunkt zur Einordnung solcher Taten. Es zeigt, dass beide Seiten des aufgezeigten Spannungsfeldes Elemente strafrechtlicher Schuld sind, und entwickelt Ansätze, im Einzelfall zu einer schuldangemessenen Tatbewertung zu gelangen.
Biografische Anmerkung
Jonathan Burmeister, geboren 1981, studierte in Hamburg Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kriminologie und absolvierte die Referendarsausbildung in Hamburg, Berlin und Phnom Penh (Kambodscha). Er arbeitete während des Studiums für Strafverteidiger und unterrichtete Strafrecht als Tutor an der Universität Hamburg.