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Die Teilung der staatlichen Gewalt

ISBN:
978-3-506-77890-1
Auflage:
2013
Verlag:
Brill I Schöningh
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
12.08.2013
Autoren:
Reihe:
Schönburger Gespräche zu Recht und Staat
Format:
Leder-/Kunstleder- oder Prachteinband
Seitenanzahl:
88
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Eine Gesellschaft, in der die Garantie der Rechte nicht gesichert und die Gewaltenteilung nicht festgelegt ist, hat keine Verfassung. Die französische Menschenrechtserklärung von 1789 bringt damit den Anspruch, der mit dem Grundsatz der Gewaltenteilung verbunden ist, konzentriert zum Ausdruck. Auch in der Folgezeit setzte sich das Pathos ungebrochen bis in das 20. Jahrhundert hinein fort. In den Anfangsjahren des Grundgesetzes umgab die staatliche Gewaltenteilung zivilreligiöses Pathos, und noch bis in die sechziger Jahre hinein wird Gewaltenteilung als Inbegriff jeder modernen Verfassungsstaatlichkeit und eine der großen Konstanten in den freiheitlich-rechtsstaatlichen Ordnungen der Neuzeit gesehen: als ein überzeitliches Phänomen, und als eine nicht zu bezweifelnde Wahrheit. Die Einlösung dieses universellen Anspruchs fällt allerdings schwer.
Biografische Anmerkung
Bernd Grzeszick, Prof. Dr. jur., hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Internationales Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Heidelberg inne.