Dieser Drang nach Härte
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt.
Eva von Redecker, geboren 1982, ist Philosophin und freie Autorin. Sie war als Wissenschaftlerin in Berlin, New York und Cambridge tätig und forschte als Marie-Skłodowska-Curie-Fellow an der Universität von Verona zu Autoritarismus und Eigentum. Beiträge von ihr erscheinen u.a. in »Die ZEIT«, »Die Süddeutsche Zeitung«, »The Guardian« oder im »Philosophie Magazin«. Sie war »Metropolschreiberin Ruhr« und richtete u.a. am Schauspiel Köln und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg vielbeachtete Gesprächsreihen aus. Bei S. FISCHER erschienen zuletzt der SPIEGEL-Bestseller »Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus« (2026), der für den NDR-Sachbuchpreis nominierte Essay »Bleibefreiheit« (2023) sowie »Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen« (2020). Aufgewachsen auf einem Biohof, lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.









