Digitale Gesundheitsangebote im Unternehmen
Digitale Gesundheitsangebote sind schnell bereitgestellt, doch genutzt werden sie deshalb noch lange nicht. Warum bleiben Angebote ungenutzt, obwohl sie im Unternehmen grundsätzlich verfügbar sind? Dieses Buch richtet den Blick auf den Arbeitsalltag der Beschäftigten.
Auf Grundlage von zwölf leitfadengestützten Interviews zeigt die Autorin, welche Bedingungen die Nutzung digitaler BGM-Angebote fördern oder erschweren. Entscheidend ist das Zusammenspiel von interner Kommunikation, Arbeitsorganisation, Führung und persönlicher Relevanz. Auch Nichtnutzung ist kein einheitliches Phänomen: Sie reicht von fehlender Passung bis zu vorhandenem Interesse, das am Arbeitsalltag scheitert.
Mit den Konzepten der arbeitspraktischen Herauslösbarkeit und der arbeitszeitlichen Legitimation wird präzisiert, warum Zeitmangel als Erklärung häufig zu kurz greift. Im Job-Demands-Resources-Modell erscheinen digitale BGM-Angebote als Ressourcenpotenzial, das sich erst unter geeigneten arbeitsbezogenen und organisationalen Bedingungen entfalten kann.
Das Buch richtet sich an Verantwortliche im BGM und Personalmanagement sowie an Forschende, die Nutzung und Nichtnutzung digitaler Gesundheitsangebote verstehen wollen.
Juliane Leicht verfügt über langjährige Praxiserfahrung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie in der Konzeption und Umsetzung von Präventionsprogrammen in international tätigen Unternehmen. Den Masterstudiengang Betriebliches Gesundheitsmanagement an der SRH Fernhochschule schloss sie mit Auszeichnung ab. Sie verbindet wissenschaftliche Analyse mit betrieblicher Praxis. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Nutzung und Nichtnutzung digitaler Gesundheitsangebote sowie auf deren Einbettung in Arbeitsalltag, Kommunikation und Organisation.