Diskriminierende Werbung als medienwirtschaftsrechtliches Problem
ISBN:
978-3-428-19763-7
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.04.2026
Reihe:
Studien zum Medienrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
220
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Die Arbeit untersucht diskriminierende Werbung als fortbestehendes gesellschaftliches Problem und analysiert deren rechtliche Regulierung auf europäischer und nationaler Ebene. Auf Grundlage der Werbewirkungsforschung wird gezeigt, dass stereotype Darstellungen durch ihre wiederholte und oft beiläufige Wahrnehmung langfristig gesellschaftliche Rollenbilder prägen. Besonders Kinder und Jugendliche sind für solche Inhalte empfänglich. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das geltende Recht diskriminierende Werbung wirksam verhindern kann. Die Analyse zeigt, dass der Schutz bislang überwiegend der freiwilligen Werbeselbstkontrolle überlassen wird, die weder neutral ausgestaltet ist noch über ausreichende Sanktionsmöglichkeiten verfügt. Gesetzliche Regelungen bestehen nur vereinzelt, insbesondere im Medienstaatsvertrag, dessen Anwendungsbereich begrenzt ist und der praktisch kaum Anwendung findet. Für viele Werbeträger bestehen daher erhebliche Regelungslücken. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass auf europäischer wie nationaler Ebene rechtliche Handlungsspielräume vorhanden sind. Als besonders geeignete Lösung wird die Aufnahme eines eigenen Schutzes vor diskriminierender Werbung in das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorgeschlagen, um einen umfassenden und durchsetzbaren Schutz zu gewährleisten.
Biografische Anmerkung
Lotta Ströhlein studied law at the University of Potsdam. After completing the First State Examination in Law, she worked in the legal department of a production company and at an American commercial law firm. She was subsequently accepted as a doctoral candidate at the Chair of Media Law under Prof. Dr. Schladebach at the University of Potsdam. She is currently completing her legal traineeship.