dolus pendens
Im Zentrum der Arbeit steht ein analytisch-mathematisches Modell zur Fassung des für die Vorsatzdogmatik des Bundesgerichtshofs maßgeblichen Kriteriums des »Billigens im Rechtssinne«. Das Modell greift die innere Einstellung über das ökonomische Konzept der Zahlungsbereitschaft auf. Subjektive Vor- und Nachteilspositionen werden monetarisiert, um ihre Realisierungswahrscheinlichkeiten gewichtet und in einem »Billigungsquotienten« zueinander ins Verhältnis gesetzt. Als Quintessenz leitet der Autor daraus eine Anleitung zur Feststellung des »Billigens im Rechtssinne« ab, die die zur Vorsatzannahme nötigen Gedankengänge ordnet. Schließlich plädiert die Arbeit für eine Umbenennung des missverständlichen und unpassenden Begriffs dolus eventualis.