Einzelfall und Norm

Zur Rolle der Billigkeit in der Rechtsphilosophie der Frühen Neuzeit
ISBN:
978-3-428-19406-3
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
19.03.2025
Reihe:
Recht und Philosophie
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
414
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Das Verhältnis von Einzelfall und Norm stellt seit der griechischen Antike eine zentrale Problemfrage der Rechtsphilosophie dar. Der Begriff der Billigkeit (gr. ›epieíkeia‹, lat. ›aequitas‹) verkörpert den Versuch der rechtsmethodischen Beantwortung dieser Problemfrage. Die heterogenen billigkeitsphilosophischen und -theologischen Traditionslinien aus Antike und Mittelalter kulminieren in den verschiedenartig ausdifferenzierten Billigkeitsverständnissen der Frühen Neuzeit. Die mit dieser Schrift erstmals vorgelegte epochenübergreifende billigkeitsphilosophische Analyse zeigt – bei allen bestehenden teils deutlichen Differenzen zwischen den untersuchten Autoren – eine übergreifende hermeneutische Prägung sowie eine theologische Legitimationskontinuität der frühneuzeitlichen Billigkeitsverständnisse. Deren Bedeutung erschöpft sich dabei nicht in einer historischen Relevanz, sondern erstreckt sich auf rechtsethische Impulse für den rechtsphilosophischen Diskurs der Gegenwart.

Ausgezeichnet mit dem Dr. Feldbausch-Preis 2024 der Juristenfakultät der Universität Leipzig.

Biografische Anmerkung
Johann Benedikt Steiger studied law at the University of Leipzig as a scholarship holder of Evangelisches Studienwerk Villigst, specializing in legal philosophy, legal history and church constitutional law. After passing his first state examination in 2020, he worked as a research assistant at the Chair of Criminal Law, Criminal Procedure, International Criminal Law, Comparative Criminal Law and Philosophy of Law (University of Leipzig). His research focused on the philosophy of law in the early modern period and on existentialistic legal philosophy. Since 2024, he holds a doctorate in law (University of Leipzig).