Enforcement Shopping im europäischen Rechtsraum
ISBN:
978-3-938057-90-2
Verlag:
JWV Jenaer Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.08.2019
Reihe:
Studien zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht
Format:
Buch
Seitenanzahl:
308
Lieferung in 3-4 Werktagen
Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Taktische Überlegungen bei der Durchsetzung von Forderungen spielen nicht nur im Erkenntnisverfahren, sondern auch bei der zwangsweisen Durchsetzung des Richterspruchs eine Rolle. Da bei der Vollstreckung grundsätzlich das jeweilige nationale Vollstreckungsrecht zur Anwendung gelangt, kann der Vollstreckungsgläubiger dort existierende Vollstreckungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen, die weiter reichen können als im Titulierungsstaat.
Ein Gläubiger, der die entsprechenden Ressourcen und das nötige Know-how besitzt, wird regelmäßig darauf abzielen, seine titulierte Forderung optimal liquidieren zu können. Aufgrund der mannigfaltigen Unterschiede zwischen den nationalen Vollstreckungsrechten wird dies nicht selten der Fall sein. Denkbar sind dabei Unterschiede im nationalen Zwangsvollstreckungsrecht hinsichtlich des Kollisions-, Sach-, Verfahrens-, und Kostenrechts, die der Gläubiger bei der Vollstreckung ausnutzen kann.
Dies führt zu der grundsätzlichen Frage, in welchem Ausmaß es dem Gläubiger gestattet sein sollte, die Unterschiede verschiedener Rechtsordnungen zu seinen Gunsten zu nutzen. Ein rechtsvergleichender Blick in andere Jurisdiktionen lässt die Schlussfolgerung zu, dass Zuständigkeitsbeschränkungen auf Ebene der Vollstreckbarkeit bereits heutzutage keineswegs unüblich sind, um dem Gläubiger bewusst den Zugriff auf ein bestimmtes Vollstreckungsforum zu verweigern. Während dem kontinentaleuropäischen Rechtsanwender schon die Anwendung der forum non conveniens-Doktrin auf Ebene des Erkenntnisverfahrens und erst recht auf Ebene der Vollstreckung Unbehagen bereitet, existieren im internationalen Zuständigkeitsrecht noch weit kreativere Regelungsmechanismen, um Gläubigern den Zugang zum nationalen Vollstreckungsforum zu verwehren.
Schlagwörter
Verfahren
Verjährung
AGB
Souveränität
Grundbuch
Kostenrecht
Willenserklärung
Offenlegung
Pfändung
Gerichtsvollzieher
Rechtswahl
EuErbVO
Informationsaustausch
Gewaltmonopol
Territorialitätsprinzip
Durchgriffshaftung
Forderungspfändung
Sicherheitsleistung
New York Convention
EuVTVO
Drittwiderspruchsklage
EuUntVO
Sachaufklärung
Vollstreckungsabwehrklage
Kontopfändung
Pfändungsschutzkonto
Human Rights Litigation
EuMahnVO
Vollstreckungsschutz
Vermögensauskunft
GvKostG
Exequatur
Haager Übereinkommen
Zwangsgeld
Anerkennungszuständigkeit
Verjährungsfristen
EuBagatellVO
Rechtshängigkeitssperre
Ordnungsgeld
Vollstreckungskosten
HGÜ
Schuldnerverzeichnis
Parteiinteresse
Chevron
Pfändungsfreigrenzen
Finderlohn
anti-suit-injunction
Herausgabeklage
RICO
Überpfändung
§ 733 ZPO
executio non conveniens
Vollstreckungsverträge
Vollstreckungsvereinbarung
Vollstreckungsuntersagung
Vollstreckungsschaden
Vollstreckungsregister
Verteilungsregelungen
Titulierungsstaat
Titelherausgabeklage
Racketeer Influenced Corrupt Organizations Act
Überpfändungsschaden
Offenlegungsverfahren
Lex fori executionis
Härtefallantrag
Gradus executionis internationalis
Global Enforcement Code
Fremdsprachenkenntnisse
EuGüterVO
EuBvKpfVO
Enforcement evasion
Drittauskünfte
Doppelvollstreckung
Comitas
Astreinte-Shopping
Aguinda v. Texaco
Aguinda v. Chevron









