Erbgesundheitsgerichtsbarkeit im Saarland
ISBN:
978-3-428-19907-5
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
22.07.2026
Reihe:
Schriften zur Rechtsgeschichte
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
516
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Die Arbeit untersucht das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« vom 14. Juli 1933 sowie die auf seiner Grundlage durchgeführten Verfahren vor dem Erbgesundheitsgericht Saarbrücken und den zuständigen Erbgesundheitsobergerichten in Zweibrücken und Köln. Zudem wird die »Wiedergutmachung« für jene Personen analysiert, die infolge dieses Gesetzes zwangsweise sterilisiert wurden.
Auf Basis der Auswertung einschlägiger Verfahrensakten wird der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Voraussetzungen das Gesetz als nationalsozialistisches Unrechtsgesetz qualifiziert wurde und welche Auswirkungen dies auf die Wiedergutmachungspraxis hatte. Die Untersuchung verdeutlicht insbesondere die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit der Justiz an die nationalsozialistische Herrschaft. Zugleich zeigt sich, dass die späte Anerkennung des Unrechtscharakters des Gesetzes in den 1980er Jahren für die Betroffenen erhebliche und teilweise langanhaltende Nachteile zur Folge hatte.
Biografische Anmerkung
Katrin Kropp studied law at Saarland University from 2015 to 2020. After completing her law degree, she undertook her legal traineeship at the Saarland Higher Regional Court. This was followed by a PhD under the supervision of Prof. Dr. Hannes Ludyga, M.A., at Saarland University. From 2023 until the end of 2025, she worked as a research assistant at his Chair of Civil Law, Intellectual Property Law and German and European Legal History. Since 2023, she has also been employed in the senior judicial service.