Frieden am Zaun?

Israels Sicherheitskultur und die Abgrenzung zum Westjordanland
ISBN:
978-3-8288-2733-2
Verlag:
Tectum Wissenschaftsverlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
07.07.2011
Autoren:
Reihe:
Bonner Studien zum globalen Wandel
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
109
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Seit seiner Grndung 1948 ringt der moderne Staat Israel im Nahen Osten um seine Existenz. Der Wunsch nach sicheren Grenzen in einem arabisch-muslimisch bestimmten Umfeld dominiert nach dem Holocaust in Europa, nach drei regionalen Kriegen und ungez�hlten Terroranschl�gen in der �ber 60-j�hrigen Staatsgeschichte die politisch-gesellschaftliche Kultur. Mit dem Bau des Trennungszauns hat die israelische F�hrung unter Ariel Sharon einseitig damit begonnen, ein Grenzregime gegen�ber den von Pal�stinensern bewohnten Gebieten des Westjordanlandes zu errichten. Die Kritik an seinem v�lkerrechtlich illegalen Verlauf hat das soziologisch-kulturelle Moment der Abgrenzung bislang leider weithin �berdeckt. Simon Falke ergr�ndet in diesem Buch anschaulich die Meinungsbildung im Wechselspiel von Israels politischer Elite und der Gesamtgesellschaft, die zu einer �berw�ltigen Zustimmung f�r die Abschottung gef�hrt hat. Sachkundig und pr�gnant schl�gt er einen historischen Bogen von den Anf�ngen der zionistischen Bewegung �ber die Staatsgr�ndung und die Konflikte mit den Nachbarstaaten bis in j�ngste Zeit. Dabei sucht der Autor nach den Urspr�ngen des Sicherheitsstrebens, beschreibt seine konkreten Ausformungen und kommt zu einem �berraschenden Fazit: Wenn das kollektive Sicherheitsbed�rfnis Israels befriedigt ist, k�nnte eben dieses Grenzregime neue Perspektiven f�r einen dauerhaften Frieden er�ffnen. Die physische Abgrenzung gegen�ber den Pal�stinensern muss nicht zwangsl�ufig den Friedensprozess im Nahen Osten blockieren.