Facebook Pixel

Funktionale Governance in der Grenzregion

Der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) als Rechtsinstrument zur Stärkung des Zusammenhalts der Europäischen Union
ISBN:
978-3-16-200477-2
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
30.10.2026
Autoren:
Reihe:
Jus Internationale et Europaeum
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
440
Ladenpreis
97,70 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Beim Kauf dieses Artikels handelt es sich um eine Vorbestellung. Der angegebene Preis kann sich gegebenenfalls noch ändern.
Updates zu dieser Vorbestellung erhalten?
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Der Fortschritt der europäischen Integration zeigt sich wohl nirgendwo deutlicher als in den Grenzregionen der EU. Dort, wo täglich tausende Menschen nationale Grenzen überqueren, wird das europäische Projekt gelebte Realität. Jedoch erschwert das Navigieren zwischen den verschiedenen Rechtssystemen der Mitgliedstaaten bis heute eine reibungslose grenzübergreifende Zusammenarbeit. Mit der Verordnung über den „Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) wurde erstmals ein verbindlicher Rechtsrahmen für die Kooperation zwischen Regionen und Kommunen unterschiedlicher Mitgliedstaaten geschaffen. Doch kann der EVTZ in seiner theoretischen Konzeption und praktischen Ausgestaltung den Zusammenhalt der Union nachhaltig stärken? Mittels einer empirischen Untersuchung aller europaweit aktiven EVTZ zeigt Cathrin Cordes, dass der Verbund den europäischen Integrationsprozess zumindest auf formeller Ebene fördert: Er vernetzt Entscheidungsträger verschiedener Verwaltungsebenen grenzübergreifend und schafft so einen funktionalen Kooperationsraum. Allerdings mangelt es dem EVTZ aufgrund geringer zivilgesellschaftlicher Beteiligung häufig an demokratischer Legitimität. Zudem vermag er das Hindernis divergierender Rechtsvorschriften, die an den Grenzen aufeinandertreffen, nicht zu überwinden. Für die Weiterentwicklung der europäischen Integration erscheint es daher unerlässlich, die EU nicht mehr nur von den Hauptstädten aus zu betrachten, sondern von den Grenzregionen als Orte, an denen innovative Formen der Kooperation erprobt werden können.
Biografische Anmerkung
Geboren 1992; Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universitat de Barcelona, Spanien; 2018 Erste Juristische Prüfung; Tätigkeit in der Verwaltung des Bundesministeriums der Justiz; Rechtsreferendariat am Kammergericht in Berlin; 2020 Zweite Juristische Staatsprüfung; Gastwissenschaftlerin an der University of Pennsylvania Carey Law School, USA; 2025 Promotion; Referentin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.