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Garanten für den Kinderschutz?

Zu den Grenzen strafrechtlicher Verantwortlichkeit von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe und den Konsequenzen für die Praxis
ISBN:
978-3-8487-9003-6
Verlag:
Nomos
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
22.08.2023
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
378
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Wenn ein Kind durch Misshandlung oder Vernachlässigung der Eltern zu Tode gekommen ist, wird seit Jahren kontrovers diskutiert, unter welchen Voraussetzungen dies auch für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zu strafrechtlichen Konsequenzen im Sinne eines sog. unechten Unterlassungsdelikts führen kann. Strafrechtsdogmatisch steht dabei zwar zunächst die Frage im Zentrum, wann in solchen Fällen überhaupt von einer sog. Garantenstellung auszugehen ist. Es geht in den Beiträgen dieses Buchs aber nicht nur um die bisher in Rechtsprechung und Literatur aufgeworfenen Fragen korrekter Subsumtion, sondern auch um verfassungsrechtliche Aspekte sowie um die Bedeutung anderer Fachdisziplinen wie der Rechtssoziologie, um Einschätzungen der Praxis wie um Rechtsvergleichung. Da es bislang keine einschlägige höchstrichterliche Rechtsprechung gibt, sind in den Institutionen der Justiz wie auch denen der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere der Jugendämter, erhebliche Unsicherheiten im Umgang mit dieser Thematik festzustellen. So verstehen sich die hier vorgelegten Beiträge als Versuch, zumindest verbreitete Missverständnisse abbauen zu helfen. Sie dürften sich darüber hinaus aber für die weiteren Diskurse zu dieser Thematik als ein so unentbehrlicher wie konstruktiver Impuls erweisen. Mit Beiträgen von RAin Astrid Aengenheister, FAStrafR | Dr. Linn K. Döring | Jörg Freese | Prof. Dr. Michael Heghmanns | RA Thomas Mörsberger | Heinz Müller | Ulrich Müller-Thüsing | Matthias Röder | Ri’in Ulrike Sachenbacher | Dr. Sharon Shoesmith | Prof. Dr. Friedrike Wapler | MR RA Prof. Dr. Dr. hc. Reinhard Wiesner