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Georg Manasse

Schockens Generaldirektor. Unternehmer – Sozialdemokrat – Pazifist
ISBN:
978-3-942271-95-0
Auflage:
1., Aufl.
Verlag:
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.07.2013
Autoren:
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
144
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Als Generaldirektor gehörte Georg Manasse zu den engsten Vertrauten der Brüder Simon und Salman Schocken und war maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung des Warenhauskonzerns Schockens mit Sitz in Zwickau (Sachsen) beteiligt. Der überzeugte Sozialdemokrat und Pazifist trat frühzeitig der Deutschen Liga für Menschenrechte bei und spielte ab 1923 eine führende Rolle in Sachsen. Zu seinen engsten Freunden gehörten der Arzt Karl Eskuchen, Rabbiner Fritz Leopold Steinthal und die Geschwister Anna und Hans Siemsen. Er stand in Verbindung mit dem späteren sächsischen Ministerpräsidenten Max Seydewitz, Rabbiner Leo Baeck, dem Schriftsteller Joachim Ringelnatz, der Bildhauerin Renée Sintenis sowie dem Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. Als Bürger der Stadt Zwickau engagierte er sich für die dort lebenden Juden und war als Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinde für Haushalts- und Steuerfragen zuständig. Im Sommer 1935 emigrierte er mit seiner Familie zunächst nach Schweden, bevor er Ende 1940 in den USA eine neue Heimat fand.
Biografische Anmerkung
Jürgen Nitsche, geboren 1958 in Lauenhain (Mittelsachsen), freier Historiker, Autor und Kurator, Promotion an der Universität Jena. Veröffentlichungen, Ausstellungen und wissenschaftliche Vorträge zur Geschichte der Juden, zu jüdischen Warenhäusern, über verfolgte Mediziner in der NS-Zeit und den nationalsozialistischen Krankenmord, biografische Forschungen zu den Familien von Stefan Heym, Stephan Hermlin und Dieter Noll. Mitglied der Koordinierungsstelle „Stolpersteine für Chemnitz“, Beirat des Vereins „Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz“ und Gründungsmitglied der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft.