Gerichtliche Kontrolle im Schiedsverfahren
ISBN:
978-3-7097-0417-2
Verlag:
Jan Sramek Verlag KG
Land des Verlags:
Österreich
Erscheinungsdatum:
02.06.2026
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
556
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Die Schiedsgerichtsbarkeit gilt als Inbegriff privatautonomer Streitbeilegung, doch zeigt sich in der Praxis, dass ihre Effektivität wie auch Legitimität in hohem Maß von der Mitwirkung und Kontrolle der ordentlichen Gerichte abhängen. Wie das Spannungsverhältnis zwischen Autonomie und Kontrolle rechtlich zu erfassen ist, zeigt die vorliegende Untersuchung erstmals entlang der Chronologie des gesamten Schiedsverfahrens: von der Schiedsvereinbarung über die gerichtliche Unterstützung im Verfahrensverlauf bis hin zu Aufhebung, Anerkennung und Vollstreckung von Schiedssprüchen.
Auf der Grundlage eines umfassenden rechtsvergleichenden Befunds sowie der bis Ende 2025 vollständig aufgearbeiteten Rechtsprechung des OGH entwickelt die Arbeit ein Bewertungsmodell staatlicher Kontrolle von Schiedsverfahren entlang der Kriterien Qualität, Intensität und Zweckrichtung. Dadurch wird sichtbar, dass die Autonomie des Schiedsverfahrens und die gerichtliche Kontrolle einander nicht als starre Gegensätze gegenüberstehen, sondern in jeder Phase des Verfahrens neu bestimmt werden müssen.
Als eigenständiger wissenschaftlicher Beitrag und zugleich praxistaugliches Arbeitsmittel richtet sich das Werk an all jene, die schiedsrechtliche Fragen nicht nur abstrakt durchdringen, sondern im Einzelfall verlässlich lösen müssen. Das Randziffernsystem und ein ausführliches Sachverzeichnis machen die Untersuchung zu einem Buch, das nicht nur Erkenntnisgewinn verspricht, sondern auch im Gebrauch überzeugt.