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Gesellschaften in Israel

Eine Einführung in zehn Bildern
ISBN:
978-3-633-24412-6
Verlag:
Jüdischer Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
29.04.2024
Autoren:
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
318
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Sznaider stellt in diesem Buch den Widerspruch zwischen dem theoretischen Anspruch auf eine »normale« Gesellschaft und der israelischen Realität in den Fokus. Durch ikonische Ereignisse und Bilder zeigt er, wie die Gesellschaften in Israel sich ständig gegenseitig herausfordern und um eine Definition israelischer Identität ringen. Angesichts der Krise, die das Land derzeit durchlebt, stellt sich der Soziologe Natan Sznaider die Frage, ob man die israelische Gesellschaft überhaupt mit den klassischen Methoden bewerten kann. Der Zionismus sollte die Juden aus ihrer Weltlosigkeit befreien und ihnen eine »normale« territoriale Souveränität geben, sie durch einen »normalen« Staat mit seinen Institutionen und staatsbürgerlichen Kriterien zu einem Teil der Weltgemeinschaft machen. Aber genau das ist eine der unlösbaren Spannungen, die die Gesellschaften in Israel durchziehen. Es ist daher schwierig, allgemeingültige historische und soziologische Modelle und Kriterien auf Israel anzuwenden.

Biografische Anmerkung
Natan Sznaider, 1954 in Deutschland als Kind aus Polen stammender staatenloser Überlebender der Shoah geboren, ist ein israelischer Soziologe und profunder Analytiker der europäischen Erinnerungskultur. Er lehrte als Professor für Soziologie in Tel Aviv. Seine Schriften widmen sich den Paradoxien der Moderne und dem Kosmopolitismus. Zuletzt erschienen die Bücher Fluchtpunkte der Erinnerung (2022) und Die jüdische Wunde (2024). Als Publizist seziert er historische Traumata, jüdische Identität und den Zionismus. Ein zentraler Bezugspunkt seiner Arbeit ist die politische Theorie Hannah Arendts. Er lebt in Tel-Aviv.