Gesetzestexte suchen, verstehen und anwenden
Worauf kommt es im Jurastudium wirklich an? Nicht aufs Auswendiglernen ganzer Bücherregale, sondern darauf, Recht und Gesetz zu verstehen und anwenden zu können. Dass dafür „fast alles im Gesetz steht", verblüfft Studierende aller Semester bei Klausurbesprechungen immer wieder. Dabei ist das Gesetz das wichtigste Werkzeug der juristischen Ausbildung und in den Prüfungen bis zum ersten Staatsexamen das einzige Hilfsmittel. Wer nicht mit ihm umzugehen weiß und losgelöst von ihm lernt, hat es unnötig schwer. Dieses Buch vermittelt Studierenden anhand von über 300 Beispielen aus dem Bürgerlichen Recht, dem Strafrecht und dem Öffentlichen Recht, wie man Gesetze von Anfang an richtig liest und mit ihnen lernt. Es nimmt die Angst vor unübersichtlichen Normen, zeigt, wie man schnell die passenden Vorschriften findet, ihren Inhalt versteht und sie in der Prüfung erfolgreich anwendet. Auch die Kunst, juristisch zu argumentieren, wird vermittelt – anhand der bloßen Lektüre des Gesetzes, ganz ohne hunderte Definitionen, Schemata oder Meinungsstreitigkeiten. So verstehen Studierende, dass Auswendiglernen im Jurastudium ebenso endlos wie nutzlos ist, und wie sie stattdessen selbständig juristisch denken und arbeiten, also: wie sie Juristinnen und Juristen werden.
Max Georg Hügel ist Gründungsinhaber der Akademischen Ratsstelle für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald und Mitglied der Gesellschaft für Didaktik der Rechtswissenschaft.
Otto Lagodny ist Universitätsprofessor i. R. für Österreichisches und Internationales Straf- und Strafprozeßrecht sowie Strafrechtsvergleichung an der Universität Salzburg.