Gnade vor Recht?
ISBN:
978-3-465-04665-3
Auflage:
2026
Verlag:
Klostermann, Vittorio
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
11.03.2026
Reihe:
Studien zu Policey, Kriminalitätsgeschichte und Konfliktregulierung
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
476
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Die interdisziplinäre Studie untersucht die strafrechtliche Praxis im österreichischen Vormärz anhand eines bislang übersehenen Aktenbestands der Obersten Justizstelle, des ehemaligen Höchstgerichts der Habsburgermonarchie. Die Arbeit beleuchtet die historischen Erscheinungsformen von Kriminalität und Devianz in Tirol und Vorarlberg. Zugleich zeichnet sie ein differenziertes Bild der vormärzlichen Strafjustiz, legt vorurteilsbehaftete Wahrnehmungen der Wiener Räte gegenüber der Bevölkerung des „italienischen Theils von Tyrol“ offen und gibt Aufschluss über die Spruchpraxis der Obersten Justizstelle sowie deren Interaktion mit unteren Instanzen. Durch die Verbindung traditioneller (straf-)rechtshistorischer mit innovativen kriminalitäts- und diskursanalytischen Ansätzen setzt die Studie neue Akzente und vermittelt neben Erkenntnissen zur österreichischen Strafrechts-, Kriminalitäts- und Sozialgeschichte auch Einblicke in die Alltagswelt des frühen 19. Jahrhunderts.