Grundfragen des Schadenersatzrechts

ISBN: 978-3-902638-28-1

Verlag: Jan Sramek

Land des Verlags: Österreich

Erscheinungsdatum: 01.2010

Autoren: Koziol Helmut


Format: Einband - fest. (Hardcover)

Seitenanzahl: 371

78,00 EUR
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Beschreibung

JS SEHR GEEHRTER HERR PROFESSOR KOZIOL, WAS HAT SIE DAZU BEWOGEN, DIESES BUCH ZU VERFASSEN ? HK Bei der Arbeit an der Neuauflage des Haftpflichtrechts stieß ich schon bei der Einleitung auf die Schwierigkeit, dass einerseits viele Grundgedanken, auf denen die weiteren Ausführungen aufzubauen haben, überhaupt nicht oder nur viel zu kurz angesprochen werden können, da sonst der Rahmen eines Handbuchs gesprengt wird. Anderseits ist ein Handbuch auch nicht der geeignete Ort, um bei der Erörterung von Einzelfragen die immer wieder durchschlagenden grundsätzlichen Gedanken und Abwägungen ausreichend darzulegen und auf andere Rechtsordnungen einzugehen. Es entstand daher der Plan, diese kaum vermeidbaren Unzulänglichkeiten eines Handbuchs durch eine gesonderte Veröffentlichung auszugleichen, die neben dem österreichischen vor allem auch das deutsche und schweizerische Recht, aber auch andere Rechtsordnungen und Entwürfe einbezieht. JS WAS WERDEN DIE LESERINNEN UND LESER IN IHREM JÜNGSTEN WERK FINDEN ? HK Das Buch Grundfragen zum Schadenersatzrecht soll zunächst eine weit ausholende Einleitung in das Schadenersatzrecht bieten und dabei Grundgedanken in Erinnerung rufen oder fortentwickeln, gewohnte Argumentationen in Frage stellen, das Überdenken von gesichert erscheinenden Abwägungen anregen, sowie Zusammenhänge bewusst machen. Dementsprechend wird die Berechtigung des alten, aber heutzutage gerne verdrängten Grundsatzes, dass jeder den Schaden selbst zu tragen hat, den er erlitten hat (casum sentit dominus) ins Bewusstsein gerufen; die Streitfrage 'Versicherung statt Haftpflicht' angeschnitten sowie die Vor- und Nachteile strenger Grenzziehungen und starrer Normen oder fließender Übergänge und elastischer Regeln diskutiert. JS AUF WELCHE ASPEKTE HABEN SIE IHR HAUPTAUGENMERK GELEGT ? Vor allem wird der Blick auf das Schadenersatzrecht im Gesamtsystem des Rechtsgüterschutzes gerichtet und versucht, dadurch die Aufgaben der einzelnen Rechtsbehelfe schärfer herauszuarbeiten sowie die fließenden Übergänge zwischen den Rechtsgebieten aufzuzeigen und weiter zu entwickeln. Angeschnitten wird zum Beispiel das Verhältnis zwischen den Schadenersatzansprüchen und den Beseitigungs- sowie Bereicherungsansprüchen; die Problematik des 'Strafschadenersatzes' an der Grenze zwischen Straf- und Privatrecht; die Aufgabenverteilung zwischen Schadenersatz-und Sozialversicherungsrecht. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse dienen der folgenden Herausarbeitung der Aufgaben des Schadenersatzrechts, wobei neben Ausgleichs-, Präventions-und Sanktionsfunktion auch die zunehmend geltend gemachte ökonomische Funktion erörtert wird. JS WELCHE ZIELSETZUNGEN VERFOLGEN SIE MIT IHREN ' GRUNDFRAGEN ' ? Das Buch bleibt aber nicht bei den vorgenannten, ganz generellen Überlegungen stehen, sondern verfolgt auch das Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Diskussion allgemeinerer und konkreterer Einzelfragen fruchtbar zu machen; es wird aber keine Gesamtdarstellung angestrebt, vielmehr liegt das Gewicht auf besonders umstrittenen Fragen und neuen Ansätzen. Es wird auf das Verhältnis zwischen den Verletzungen eines Schuldverhältnisses und den Delikten eingegangen, aber auch die Grundvoraussetzungen eines Schadenersatzanspruchs – Schaden und Verursachung – erörtert. Ein umfangreicher Abschnitt ist den Zurechnungselementen gewidmet; neben Rechtswidrigkeit und Verschulden werden etwa sonstige Mängel in der Sphäre des Ersatzpflichtigen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Versicherbarkeit, der Risikogemeinschaftsgedanke und das Zusammenspiel der Elemente behandelt. Die Frage der Zurechnung auf der Seite des Geschädigten, also die Mitverantwortung, wird – von den Grundfragen ausgehend – neu aufgerollt. Nach der Begrenzung der Zurechnung, dem Ersatz des Schadens und der Minderung der Ersatzpflicht wird abschließend die Verjährung der Ersatzansprüche erörtert. JS VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH. IHR BUCH WIRD IN DER ZWEITEN JÄNNER-HÄLFTE ERSCHEINEN.

Biografische Anmerkung

Univ.-Prof. iR Dr. Dr. h.c. Helmut Koziol, ua Direktor
des Europäischen Zentrums für Schadenersatz-
und Versicherungsrecht (ECTIL), stv
Direktor des Instituts für Europäisches Schadenersatzrcht
(ETL) und Mitglied der European
Group on Tort Law, beschäftigt sich seit
über 40 Jahren mit Fragen des Haftpflichtrechts
und ist Autor des Standardwerks zur
Thematik, das ab 2012 in neuer Auflage im
Jan Sramek Verlag erscheinen wird.