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Hans-Joachim Schoeps und der Nationalsozialismus

Studien zu einem komplizierten Verhältnis
ISBN:
978-3-487-17183-8
Verlag:
Georg Olms Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
04.03.2026
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
170
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Das Problem der Vereinbarkeit von deutscher und jüdischer Identität beschäftigte den deutsch-jüdischen Religionshistoriker und Intellektuellen Hans-Joachim Schoeps (1909–1980) zeit seines Lebens. Dazu gehörten nach 1933 auch Loyalitätsbekundungen gegenüber dem NS-Regime. Sie brachten ihm den Vorwurf ein, er, als Jude, habe mit diesem sympathisiert. Sein Verhältnis zum Nationalsozialismus war jedoch weitaus komplizierter und ergab sich aus der Dialektik des Mitmachen-Wollens in den ersten Jahren der Diktatur bei gleichzeitiger Ablehnung von Antisemitismus und totalitärem Herrschaftsanspruch der neuen Machthaber und schließlich die Emigration. Die Frage, welche Rolle Hans-Joachim Schoeps im Nationalsozialismus spielte und vor allem, wie er sie anschließend interpretierte, hat die nun gesammelt vorliegenden Untersuchungen inspiriert. Sie zeigen, wie die Erfahrung der NS-Herrschaft im Leben und Werk von Hans-Joachim Schoeps als Grundspannung auch nach der Rückkehr 1945 präsent blieb. Der Autor Dr. Daniel Benedikt Stienen studierte Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Berlin, Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der bundesunmittelbaren Otto-von-Bismarck-Stiftung. Sein Forschungsinteresse gilt u. a. der Geschichte Preußens.