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Humanität als Argument in der Geschichte des Strafvollzugs

1776–1871
ISBN:
978-3-631-94813-2
Verlag:
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
07.09.2026
Reihe:
Europäische Hochschulschriften Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
426
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Als sich im 18. Jahrhundert die Freiheitsstrafe zunehmend anstelle der bis dato angewandten Leibes- und Lebensstrafen etablierte, zeigte sich ein grundlegendes Problem: Es fehlten die nötigen Kapazitäten und Strukturen, um diese neue Form der Strafe sinnvoll umzusetzen. Dadurch bestanden massive Missstände in Form von Überfüllung, Willkür und fehlender Trennung nach Alter oder Delikt, sodass menschenunwürdige Zustände im Widerspruch zu den humanitären Ideen der Aufklärung herrschten. Erste Forderungen nach einer grundlegenden Reform des Strafvollzugs wurden laut. Der Begriff der Humanität tauchte in den dazugehörigen historischen Diskursen immer wieder als Argument auf. Aber ging es den Reformern und Diskursteilnehmern dabei wirklich um menschenwürdige Haftbedingungen, oder wurde Humanität vielmehr als Deckmantel genutzt, um andere, etwa wirtschaftliche oder disziplinarische Ziele zu rechtfertigen?
Biografische Anmerkung
Marie Céline Weisser stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet und studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, an der sie nach ihrem ersten Staatsexamen auch promovierte. Seit dem Abschluss des zweiten Staatsexamens lebt und arbeitet sie in Hessen.