In dubio pro sanitate?
ISBN:
978-3-428-19775-0
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
24.06.2026
Reihe:
Schriften zum Betreuungsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
659
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Psychische Erkrankungen stellen das Recht vor große Herausforderungen, welche das Betreuungsrecht zu adressieren sucht. Soll eine medizinische Behandlung gegen den Willen von Betroffenen durchgeführt werden, spitzt sich der dem gesamten Betreuungsrecht innewohnende Konflikt zwischen eigenverantwortlicher Selbstbestimmung und fürsorglichem Zwang aufs Äußerste zu. Unter Einbezug von Forschung u. a. aus der (Geronto-)Psychiatrie analysiert diese Arbeit die Voraussetzungen der §§ 1831 und 1832 BGB, ihre verfassungs- und völkerrechtliche Einbettung sowie den Einfluss von Patientenverfügungen. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Zwang so schonend wie möglich auszuüben ist und insofern noch Optimierungspotenzial besteht, zeigt die Arbeit auch, dass einige Voraussetzungen zu restriktiv gehandhabt werden, und verdeutlicht die Bedeutung der verfahrensrechtlichen Vorschriften sowie der umfassenden Sachverhaltsermittlung bei der Abfederung des von den Betroffenen erlebten Zwangs.
Biografische Anmerkung
Anne-Sophie Fischer studied law at Ludwig-Maximilians University of Munich and completed her legal clerkship in the district of the Munich Higher Regional Court. After passing the Second State Examination, she earned her doctorate at Ludwig-Maximilians University of Munich under the supervision of Prof. Dr. Matthias Krüger. During her doctorate, she also served as executive director of the Public Law Examinatorium at the Chair of Constitutional and Administrative Law, held by Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold, Presiding Justice of the Second Senate and Vice-President of the Federal Constitutional Court. Anne-Sophie Fischer then began her professional career as an attorney.