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Internationales Flüchtlingsrecht nach dem Zweiten Weltkrieg

Konzepte, Akteure, Entwicklungslinien
ISBN:
978-3-11-166987-8
Verlag:
De Gruyter Oldenbourg
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
16.02.2026
Herausgeber:
Reihe:
Schriften des Historischen Kollegs
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
262
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Die Autoren und Autorinnen des Bandes beschäftigen sich mit den historischen Tiefendimensionen des modernen Flüchtlingsrechts und fragen nach den Gründen für dessen gewandelte Wahrnehmung in der jüngeren Vergangenheit. In den Blick genommen werden sowohl längere historische Entwicklungslinien als auch spezifische Knotenpunkte des internationalen Flüchtlingsschutzes im 20. und 21. Jahrhundert. Die zeitlichen und territorialen Schwerpunkte liegen auf dem politischen und rechtlichen Umgang mit Flüchtlingen im Europa der unmittelbaren Nachkriegszeit, während des Kalten Kriegs und nach dem Fall des so genannten Eisernen Vorhangs. Die Beiträge beleuchten die Auswirkungen von Verrechtlichung und Judizialisierung des modernen Flüchtlingsschutzes sowie dessen (Ent-)Territorialisierung im Zeitalter des Ost-West-Konflikts und der Dekolonisierung. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei der Geschichte des modernen Flüchtlingsrechts um ein ebenso spezialisiertes wie disparates Wissensfeld handelt, das an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politikberatung und (Rechts-)Aktivismus angesiedelt ist, werden zudem disziplinäre und epistemische Selbstverständnisse der beteiligten Akteure näher in den Blick genommen.