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Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart. Neue Folge

ISBN:
978-3-16-200691-2
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
21.09.2026
Reihe:
Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart. Neue Folge - Heftnr.
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
759
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Der vorliegende Jahrgang widmet sich im Schwerpunkt der Frage nach dem Zustand und der Zukunft der Gesetzgebung. Beispielgebend ist die hochentwickelte Gesetzgebungswissenschaft in der Schweiz. Auf Deutschland bezogen werden die besonderen Herausforderungen der Gesetzgebung von der Umsetzung von Richtlinien ins nationale Recht über die Besonderheiten der Landesgesetzgebung bis hin zur kommunalen Rechtssetzung diskutiert. Thema sind auch die aus der Verfassung ableitbaren Regeln für eine partizipative und rechtzeitig reagierende Bundesgesetzgebung. Erörtert wird zudem algorithmisches Hoheitshandeln als Zukunftsvision. Der Aufsatzteil umfasst einen deutsch-französischen Rechtsvergleich zur parlamentarischen Willensbildung bei fehlenden Mehrheiten, eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Art. 2 EUV, einen Vorschlag zur Präzisierung der Definition von Bundesstaatlichkeit und eine Erörterung der verfassungsrechtlichen Fundierung der Antisemitismusbekämpfung. Das Debattenthema greift „Narrative im Recht" auf. Die Beiträge beleuchten den theoretischen Mehrwert einer auf Narrativen beruhenden Rechtsanalyse und diskutieren verschiedene Narrative zu Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie zu Polen, Russland und Japan. In der Abteilung „Portraits und Erinnerungen" wird das Werk von Peter Häberle aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Daneben finden sich ein Interview mit der ehemaligen Bundesverfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff sowie persönliche Reflexionen zu „Staatsräson" und zum Unrecht bei der Aufarbeitung von nationalsozialistischem Unrecht. Die Rekonstruktion der Aufarbeitung des politischen Mordes von Georg August Zinn illustriert das Funktionieren der Justiz im Nachkriegsdeutschland. Zudem enthält das Jahrbuch Beiträge zu den verfassungsrechtlichen Entwicklungen in der Türkei, Südkorea, China und zum „Asian Constitutionalism". Zum Landesverfassungsrecht werden die Entwicklung in Österreich sowie die Desiderate einer Stärkung der Resilienz der Landesverfassungsgerichtsbarkeit in Deutschland aufgegriffen.
Biografische Anmerkung
Oliver Lepsius (Herausgegeben von)
ist Professor für Öffentliches Recht und Verfassungstheorie an der Universität Münster.

Angelika Nußberger (Herausgegeben von)
ist ehemalige Richterin und ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und Professorin für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln.

Christian Waldhoff (Herausgegeben von)
ist Professor für Öffentliches Recht und Finanzrecht an der HU Berlin.

Christian Walter (Herausgegeben von)
ist Professor für Völkerrecht und Öffentliches Recht an der LMU München.