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Jahrbuch Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik / Reformen und ihre politisch-ökonomischen Fallstricke

ISBN:
978-3-7316-1126-4
Verlag:
Metropolis
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
30.01.2015
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
340
Ladenpreis
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Reformen sind im politischen Diskurs allgegenwärtig. Als politisch umgesetzte Veränderungen des institutionellen Rahmens oder einzelner Mechanismen sind sie integrierender Bestandteil jenes dynamischen Veränderungsprozesses, der die moderne Wirtschaft insgesamt auszeichnet. Die Beiträge dieses Bandes diskutieren die Möglichkeiten und Grenzen rationaler Reformen, indem sie deren Kernprobleme in den Blick nehmen:
Welche Rolle können Expertinnen und Experten, insbesondere Ökonominnen und Ökonomen in der Reformpolitik spielen?
Welche Rolle spielen Eigeninteressen und disziplinäre Prägungen in der Politikberatung?
Inwiefern und unter welchen Voraussetzungen können theoretische Modelle und empirische Evidenz über Wirkungszusammenhänge Reformpolitik in der realen Welt fundieren?
Welches sind die Stärken und Schwächen unterschiedlicher empirischer Methoden, etwa jener der experimentellen Ökonomik?
Worin besteht die Bedeutung normativer Konzepte, etwa von Gerechtigkeitsüberlegungen und alternativer Wohlstandsindikatoren?

Die Rolle von Theorie, Empirie und angemessenen Bewertungskriterien wird auch anhand ausgewählter Politikfelder (Alterssicherung, Familie, Gesundheit, Caring) diskutiert.

Inhalt:
Richard Sturn: Reformen und der natürliche Lauf der Dinge
Werner Güth und Hartmut Kliemt: Experts and Evidence in Economic Policy
Gebhard Kirchgässner: Sind Ökonomen als politische Berater so gut und neutral, wie sie selbst gemeinhin annehmen? Einige kritische Anmerkungen
Ronnie Schöb: Politik nach Zahlen: Der Einfluss alternativer Wohlstandsindikatoren auf die Wirtschaftspolitik
Joachim Weimann: Verhaltensökonomik und Politikberatung
Miriam Beblo: Experimente in der Familienökonomik
Stéphane Luchini und Miriam Teschl: Effort and Redistribution: Is More Than Value Judgement Involved?
Bernhard Streicher: Die Bedeutung prozeduraler Gerechtigkeit bei Änderungen des Status-Quo
Friedrich Breyer: Effizienz und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen - eine Design-Herausforderung
Gisela Kubon-Gilke und Sophie Kleinmann: Caring - Qualitätsmaßstäbe und Performancekriterien in personennahen Dienstleistungen
Luise Görges und Miriam Beblo: Heldinnen der Arbeit? Zur Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufspräferenzen in Ost- und Westdeutschland
Johann K. Brunner: Probleme und Perspektiven des Übergangs vom Umlageverfahren auf Formen des Kapitaldeckungsverfahrens
Martin Werding: Demographische Alterung: Neuer Generationenvertrag und die Rolle der Kapitaldeckung