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Judenbilder in der deutschen Beschneidungskontroverse

ISBN:
978-3-8487-5094-8
Verlag:
Nomos
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
24.10.2018
Autoren:
Reihe:
Interdisziplinäre Antisemitismusforschung – Interdisciplinary Studies on Antisemitism
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
476
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In Deutschland entspannt sich 2012 eine vehement geführte Kontroverse um kulturell-religiöse Vorhautbeschneidungen von männlichen Säuglingen und Jungen. Obwohl diese Kontroverse eine enorme Wirkung auf Jüdinnen/Juden hatte, blieb sie von der deutschsprachigen Antisemitismusforschung weitestgehend unbeachtet. Die Studie nimmt die Argumentationen der BeschneidungsgegnerInnen in den Blick und rekonstruiert die enthaltenen Judenbilder sowie deren Verhältnis zu antisemitischen Motiven. Die empirische Analyse basiert auf einem umfassenden Textkorpus, der sich aus medizinischen, psychoanalytischen und rechtswissenschaftlichen Publikationen sowie Artikeln aus Tageszeitungen, Online-Kommentaren und narrativen themenzentrierten Interviews mit BeschneidungsgegnerInnen zusammensetzt. Indem das Verhältnis von Antisemitismus und der Ablehnung von kulturell-religiösen Vorhautbeschneidungen präzise herausgearbeitet wird, lassen sich Facetten der Kontroverse als Ausprägungen eines gegenwärtigen Antisemitismus verstehen. 2020 ausgezeichnet mit dem Preis des Stiftungsrates der Universität Göttingen für „Herausragende Nachwuchspublikationen“.